Architekturland Tirol

6 Architektonische Sensation Die Faszination der 2002 fertiggestellten Sprungschanze liegt in der gekonnten Verschmelzung des architektonischen mit dem sportlich-technischen Teil dieser einzigartigen Sportanlage. Aufgebaut sind alle Skisprungschanzen auf ähnliche Weise: Sie bestehen aus einem Turm, der Anlaufspur und dem Schanzentisch. Die Innsbrucker Bergiselschanze aber ist wie keine andere. Sie wirkt wie aus einem Guss, fließend, harmonisch in ihrer Dynamik und in der Formensprache weit jenseits von allen anderen Sprungschanzen dieser Welt. Zaha Hadid hat Anlauframpe und Turm zusammengefügt und daraus eine skulpturale, elegante Figur geformt. Die Rampe windet sich um das obere Ende des Turmes, geht aus der Waagrechten des Turmes über in die Senkrechte des Turmkopfes. Hier drinnen, über dem Zitterbalken, befinden sich die öffentlich zugängliche Cafeteria und die Dachterrasse mit Panoramaverglasung. Der Turmschaft gründet sich auf einer 16 mal 20 Meter großen Fundamentplatte, worauf drei Untergeschosse für Technik, Lager und Personalräume sowie das Eingangsgeschoss errichtet sind. Der Besucheraufzug führt bis zur Terrassen-Ebene auf 43,5 m. Die Anlauframpe der Sprungschanze, ein Stahlfachwerk, wirkt wie zwischen Turm und Schanzentisch eingehängt. Aus der Verbindung der verschiedenen funktionalen Elemente dieser hochspezialisierten Sportanlage wurde ein futuristisches Mehrzweckgebäude, das einem von weiter Ferne schon ins Auge Bergisel Schanze | © Harry Abfalterer BBG

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